#gemeinsam singen

  • erstellt 03.04.2020
  • aktualisiert 03.04.2020

Re-creation fürs Gemüt

… so hat Johann Sebastian Bach einen wesentlichen Sinn seiner Musik beschrieben und damit etwas über die Wirkung von Musik generell gesagt. Im freien Zusammenspiel von Meditation (Leib und Geist) und Musik (Klang und Stille) erlebt der Mensch etwas, das ihn berührt und zum Wesentlichen führt, ohne dass er darum Worte machen oder sich in Gedanken darum bemühen müsste.

Bei Helge Burggrabe und seinem HAGIOS-Singen heißt das dann ganz praktisch: zu tönen, zu singen und zu musizieren oder auch nur dem Klang der Stimmen und Instrumente zu lauschen – um letztlich selbst zum Instrument zu werden. Das klingt zu schön, um wahr zu sein. Aber wer einmal an diesen besonderen MitmachSingProjekten teilgenommen hat, weiß dass es so erlebt werden kann.

Das gilt für bekennende Viel- und Nicht-SängerInnen gleichermaßen, gibt es doch im Grunde keine falschen Töne, sobald jeder seinen Ton gefunden hat. Singen kann jeder (lernen), erfährt daher ganz elementar jeder, der einmal einen HAGIOS-Liederabend, -Workshop oder sogar eine entsprechende Seminarwoche in Chartre mit Helge Burggrabe erlebt hat.

Hier lässt sich etwas höchst Spirituelles und zutiefst Menschliches erfahren: nämlich dass ich ganz und gar bei mir sein kann – in ungeahnt lebendiger wie stimmiger Weise – und mich dabei gleichzeitig ganz mühelos auf die anderen einschwinge – mit ihnen also in eine tiefe Resonanz gerate, ohne mich in dieser zu verfangen oder von ihr fortgetragen zu werden.

Da die genannten MitmachSingProjekte gegenwärtig nicht stattfinden können, gibt es seit Ende März 2020 den HAGIOS Livestream, der in den nächsten Wochen jeden Freitag um 19 Uhr stattfindet. Hier hat über Smartphone oder Computer jeder bei sich zu Hause die Gelegenheit mit Helge Burggrabe und all den anderen virtuell Teilnehmenden zusammen eine halbe Stunde lang zur Recreation seines eigenen Gemüts zu singen.

HAGIOS-Lieder sind zeitgemäße geistliche Lieder im besten Sinne, Lieder die Menschen von heute in besonderer Weise auf das Heilige hin öffnen können. Eigens dafür komponiert oder rearrangiert stehen sie klanglich wie textlich in der abendländischen Tradition ohne diese aber pflegen oder zitieren zu wollen. Sie laden einfach nur ein, das Heilige `in sich´ wie in `allem Lebendigen´ zu finden.