Pfarrstellennachbesetzung

  • erstellt 20.01.2020
  • aktualisiert 21.04.2020

Was lange währt ... wird endlich wahr: Das Pfarrteam ist wieder komplett! Im Pfarrhaus an der Jahnstraße auf dem Brückberg ist wieder Leben. Endlich! Anfang April ist Pfarrer Matthias Lenz mit seiner Frau PD Dr. Marion Keuchen und den Kindern Klara und Micha dort eingezogen. Kein Umzug mit vielen Kamelen wie bei Abraham, aber mit mindestens ebenso viel Kisten und noch mehr. Denn im Gepäck hat Pfarrer Lenz fast zehn Jahre Erfahrung als Gemeindepfarrer der Badischen Landeskirche. Mit dem Stellenwechsel seiner Frau, die seit Sommer 2019 als Dozentin am Pädagogisch-Theologischen Institut in Bad Godesberg arbeitet, zog es auch den Rest der Familie ins Rheinland. Das Presbyterium freut sich mit dem Pfarrteam über diesen Neustart und begrüßt Pfarrer Matthias Lenz.

Pfr. Matthias Lenz hat mit dem 1. April seinen Dienst zu Zeiten der Kontaktsperre angetreten. Die Einführung findet daher erst am Sonntag, 14. Juni um 17 Uhr in der Auferstehungskirche statt. Superintendentin Almut van Niekerk hält den Einführungsgottesdienst.

 

Pfarrerin Wirths hat ihren neuen Kollegen kurz nach dem Einzug gesprochen….

Herr Lenz, das war ein ungewöhnlicher Start in einer ungewöhnlichen Zeit: Inmitten von Corona-Krise und Kontaktverbot ein Amt anzutreten, das doch so sehr von der unmittelbaren Begegnung und dem Austausch lebt…Wie war dieser Wechsel für Sie -  so ohne Einführung, persönliches Gespräch und Begegnung?
Es ist schon seltsam ohne richtigen Abschluss in der alten Heimat und ohne einen richtigen Beginn hier. Geplant war das ja ganz anders. Ich hatte gehofft, in diesen mir so wichtigen Kar- und Ostertagen in den Gottesdiensten die ersten Gemeindeglieder zu treffen. Aber das sind kleine Opfer zu dem, was andere zu tragen haben.

Warum haben Sie sich gerade Siegburg ausgesucht? Es gibt ja z.Zt. viele freie Stellen…
Oh, ich finde Siegburg eine sehr attraktive Stadt. In der Ausschreibung war es besonders das Profil mit der Kinder- und Familienarbeit, das mich angesprochen hat. Hierfür hat immer mein Herz geschlagen. Als ich dann hier war, waren es aber vor allem die Menschen, die ich hier schon kennengelernt habe, die mir Lust auf die Stelle machen.

Wie sind Sie darauf gekommen Pfarrer zu werden? Sie hatten ja zuerst das Tischlerhandwerk gelernt…
Eigentlich müsste man eher fragen, weshalb ich nach meinem Zivildienst noch Tischler gelernt habe, wo ich doch schon damals Pfarrer werden wollte. Letztlich wollte ich erst etwas mit den Händen machen. Gemeindearbeit hat auch immer wieder sehr praktische Bereiche.

Wofür schlägt Ihr Herz in der Gemeindearbeit besonders?
Kinder- und Familienarbeit, Musik (gerne auch mit verschiedenen Generationen), Ökumene und in letzter Zeit immer mehr auch der Interreligiöse Dialog.

Sie haben selbst Kinder und wissen, was es bedeutet Beruf und Familie miteinander zu verbinden? Was wollen Sie tun, um den Nachwuchs und ihre Familien für das Gemeindeleben zu begeistern?
Dazu muss ich erst sehen, was schon alles da ist und vor allem, wer da kommt und wer nicht. Unter anderem mit Musik habe ich gute Erfahrungen gemacht. Aber vieles ist denkbar.

Das Pfarramt ist ein Beruf ohne feste Dienstzeiten, aber mit geregelten Freiräumen. Wie gelingt Ihnen die berühmte Work-Life-Balance, kurzum: Wie schalten Sie ab?
Es gibt genug anderes, was mir auch Freude macht: Spielen, Musik, Literatur, Filme, aber auch der Garten. Mit meinen Kindern will ich ein Klettergerät überholen und aufbauen.

Haben Sie eine Lieblingsfigur oder – geschichte in der Bibel oder einen persönlichen Glaubenssatz?
Ein Vers aus dem 2. Timotheusbrief begleitet mich jetzt schon länger: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ „Don’t Panik“ steht auf dem Reiseführer „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams.

Worauf freuen Sie sich gerade am meisten?
Dass alles ausgepackt und an seinem Ort ist.