Gedenkgottesdienst für Unbedachte

  • erstellt 10.10.2020

Wenn ein Mensch stirbt, gedenken Angehörige und Freunde seiner in einer Trauerfeier. Wir rufen uns sein Leben in Erinnerung und würdigen es. Aber was ist, wenn der- oder diejenige einsam verstarb und keine Angehörigen oder Freunde zur Beerdigung kamen? Das katholische Kreisdekanat Rhein-Sieg-Kreis und der Evangelische Kirchenkreis An Sieg und Rhein feiern seit fast zehn Jahren vierteljährlich einen ökumenischen "Gedenkgottesdienst für Unbedachte".

Es geht dabei um Mitbürger des Rhein-Sieg-Kreises, die jeweils in diesem Zeitabschnitt verstorben sind. Menschen, die bestattet wurden, ohne dass jemand davon groß Notiz genommen hätte. Durch den "Gedenkgottesdienst", die Verlesung der Namen der Betroffenen und ihre Eintragung in das "Buch der Erinnerung und des Gedenkens" werden die Verstorbenen gewürdigt und der Anonymisierung entzogen.

Durch den „Gedenkgottesdienst“, die Verlesung der Namen der Betroffenen und ihre Eintragung in das „Buch der Erinnerung und des Gedenkens“ werden die Verstorbenen der Anonymisierung entzogen, dem Gebet und Gedenken der Mitchristinnen und Mitchristen zugeführt und das traditionelle Werk der Barmherzigkeit, der Toten würdig zu gedenken, umgesetzt.

Diese vier Gedenkgottesdienste werden am jeweils letzten Samstag im Januar, April, Juli und Oktober ökumenisch in Siegburg gefeiert: immer im Wechsel mal in einer evangelischen, mal in einer katholischen Kirche. Pfarrerin Eva Zoske und Pfarrer Hagen Schwarz von evangelischer Seite haben federführend diese Gottesdienste für Unbedachte übernommen. Auf der katholischen Seite ist ein großes Pastoralteam mit wechselnden Pfarrern dabei.

Die nächte Gedenkgottesdienst findet statt am Samstag, 31. Oktober um 10 Uhr in der Auferstehungskirche.

Sie sind herzlich eingeladen, den Gottesdienst zu besuchen!